Ausflug zum Vista West Café in Kiliog, Libona

 



 

Zum neuen Jahr haben wir uns vorgenommen, Covid-19 hin und her, vermehrt wieder auf Erkundungsfahrt in unserer näheren Umgebung zu gehen.

Für den heutigen Samstag hatten wir uns zwei Ziele vorgenommen, die zur Zeit gerade 'IN' sind bei Bloggern, Vlogger und Bikern. Beide Ziele hatten das schöne Wort 'Café' in ihren Bezeichnungen.

Um es vorweg zu nehmen, beide Ziele waren mehr oder weniger die Katastrophe schlecht hin. Wenn so die Maßnahmen für die Ankurbelung des einheimischen Tourismus aussehen soll, dann nein Danke.

Das die Straßenbeschilderung in den Philippinen zu wünschen übrig lässt, wissen wir und wir fragen uns seit Jahren so durch, das bin ich gewohnt. Also fuhren wir am ersten Ziel am Abzweiger einfach vorbei. Da ich aber wußte, wo sich das zweite Ziel befindet, fuhren wir zuerst mal dorthin.

Parken am Straßenrand war schon immer so hier. Die Stelle befindet sich auf einem Bergkamm, von beiden Seiten kann man weit über das Land schauen. Die eine Seite ist privat und ein Schießstand mit Gebäuden und stand hier schon vor 30 Jahren zu Ehren einer lokalen Persönlichkeit. Auf der anderen Seite betreibt die Gemeinde Libona von Bukidnon schon seit langem eine kleine, schöne Anlage mit einem weiten Blick auf die unten liegende Ebene mit der Kulturlandschaft von Feldern, Wiesen für Rinder und Pferde, Siedlungen und Hühnermästereien. Nun hat sich daneben, auf noch kleinerer Fläche das Café Libona niedergelassen. Es gibt eine kleine aus Latten zusammengeschusterte Verkaufstheke ohne Dach, zwei Tische und keine Stühle. Die bringt man wohl nur zum Fotografieren mit oder wenn jemand anwesend ist. Es wird von den Besuchern an allen Ecken wild gepinkelt, die Mülltonnen halb ausgeschüttet und mehr Müll überall am Straßenrand und absolut nichts im Entferntesten von Café. Das einzig schöne, wie schon seit langer Zeit, die Aussicht. Nur heute war nur noch die Aussicht zu genießen, damals vor 30 Jahren war es auch noch eine herrliche Ruhe mit Vogelgezwitscher, weil so gut wie kein Verkehr und nur ganz wenige Jeepneys über diese Route.

Die Zick-Zack-Straße ist zur Zeit auch keine Augenweide, da hier Verbreiterungs- und Hangsicherungsarbeiten durchgeführt wurden. Nach zweimaligem Fragen, fanden wir dann nun dort unten auf der Hochebene den Abzweiger zum Vista West Café. Am Eingang werden pro Person 20 Peso verlangt, das ist nicht viel und gerechtfertigt. Es wurde ein großer Parkplatz geschaffen. Man hat die Anlage mit einem sogenannten 'Soft Opening' eröffnet. Das sieht hier so aus, dass es eine kleine überdachte Fläche gibt, wo vier Plastiktische mit Stühlen stehen und jemand aus einer Eisbox kalte Limonade verkauft. Die Toiletten befinden sich im Rohbau und weit entfernt von einer Fertigstellung.

Die Anlage befindet sich am Rande eines Canyons, wo der Fluß ein großes U durchfließt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein schöner, hoher Wasserfall zu sehen. Man hat eine Eisenplattform an der Kante erbaut, auf die Besucher auf Gittern für Selfies und Fotos treten können. Dann gibt es noch drei oder vier andere Rahmen die sich für den gleichen Zweck eignen.

Beide Ziele wurden mit großem Getöse in einem großen städtischen Blog mit vielen Fotos veröffentlicht. Es lohnt sich nicht eigens dafür dorthin zu fahren, aber auf einer Autotour von Cagayan de Oro über den Ortsteil Indahag hinüber in die Provinz Bukidnon über Kiliog weiter nach Libona und Camp Philips durch die Ananasfelder von Del Monte nach Manolo Fortich und über den Sayre Highway wieder nach Cagayan lohnt sich der Abstecher und Halt für die schönen Aussichten.

 



 

 

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