Wasserversorgung am Berg

Wenn von oben vom Berg kein Wasser zu erwarten ist, dann muss das Wasser von unten zu den Menschen am Berg gebracht werden. Das kann in den Philippinen zu einem echten Spektakel ausarten.

Das städtische Wasserwerk der 4. größten Metropolitan der Philippinen, Cagayan de Oro, kann nicht Wasser in alle Stadtteile, selbst in Innenstadtnähe schaffen. Sie ist eine der korruptesten und unfähigsten Organisationen der Stadt. Die Wasserversorgung in der Stadt ist nur in den flachen und tiefliegenden Teilen und im gehobenen Wohnbereich von Uptown möglich. Der Rest der Bevölkerung wird alleine gelassen und muss sich das Wasser suchen und besorgen wo sie können.

So zum Beispiel hier in dem Barangay Puerto. In Puerteo endet oder beginnt der Syre Highway der nach Davao führt durch die Bergprovinz Bukidnon. Der Anfang ist gleich spektakulär mit seinen Serpentinen, die sich auf die erste Hochebene von Bukidnon hinaufwinden. Dort wohnen Menschen. Diese mit Wasser zu versorgen ist Aufgabe solcher „Wassertanker“, wie einer auf dem Bild zu sehen ist.

Dieser wartet hier auf einen freundlichen Jeepney- oder Lkwfahrer, der ihn sein langes Seil in einer losen Verbindung hinten am Fahrzeug festmachen läßt und die schwerbeladene Karre mit Wasser den Berg hochzieht. An der Stelle wo er anhalten will, löst der Führer der Holzkarre einfach die Seilverbindung und fährt an den Straßenrand.

Das wird schon hier seit Jahrzehnten so gehandhabt. Manchmal kommt es zu spektakulären Unfällen, denn diese Fahrzeuge werden auch für den Transport von landwirtschaftlichen Produkten nach unten zum Markt genutzt. Ist die Karre ersteinmal zu schnell geworden, ist sie mit der vorhandenen Bremsvorrichtung nicht mehr zu stoppen.

 

Kyle Jennermann von „Becoming a Filipino“ ist mit so einem Gefährt den Weg mit dem Wasser nach oben angetreten und ist dabei fast ausgeflippt. Schaut euch das Video an:

Ungewöhnlicher Wassertanker in CDO

 

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